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Das große Solar-Einmaleins: 10 Fakten, die du wissen musst 5/5 (3)

Das Thema Umweltschutz und erneuerbare Energien ist aktueller denn je. Mit Solaranlagen hast du nicht nur die Möglichkeit, deine Öko-Bilanz zu verbessern, sondern kannst auch netzunabhängig Strom beziehen oder Wärme produzieren. Und das mit Energie, die uns die Sonne tagtäglich schenkt.
Folgenden findest du Antworten auf die grundlegendsten und wichtigsten Fragen rund um die Solarenergie.

  1. Was ist der Unterschied zwischen Photovoltaik und Solarthermie?
  2. Wie funktioniert Solarthermie?
  3. Wie funktioniert Photovoltaik?
  4. Eignet sich mein Haus für eine Solaranlage?
  5. Pflege und Wartung einer Solaranlage
  6. Mythos: Wetter
  7. Die Solaranlage und die Umwelt
  8. Was kostet eine Solaranlage?
  9. Welche Fördermittel gibt es?
  10. Lohnt sich die Investition in eine Solaranlage?

Was ist der Unterschied zwischen Photovoltaik und Solarthermie?

Solaranlage ist nicht gleich Solaranlage. Man unterscheidet zwischen Photovoltaik und Solarthermie. Grundsätzlich gewinnen beide Verfahren Energie aus der Strahlung der Sonne, doch die Solarthermie erzeugt Wärme (zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung), während die Photovoltaik Strom produziert.

Wie funktioniert Solarthermie?

Eine Anlage für Solarthermie besteht aus Solarkollektoren, die auf dem Dach angebracht sind, einem Solarspeicher und einem Heizgerät. In den Solarkollektoren befindet sich die sogenannte Solarflüssigkeit, die durch die Sonnenenergie erhitzt und über Rohrleitungen in den Solarspeicher befördert wird. Von dort wird die Energie in die Heizung gespeist oder zum Erwärmen von Wasser verwendet. Überschüssige Energie wird im Heizgerät gespeichert und und kann zu einem späteren Zeitpunkt verwendet werden, wenn die Sonne nicht scheint.

Wie funktioniert Photovoltaik?

Eine Photovoltaik-Anlage besteht aus zu Solarmodulen verbundenen Solarzellen, die Solarzellen wiederum aus Silizium. Silizium ist ein Halbleitermaterial, das bedeutet es verbessert die Leitfähigkeit bei Energiezufuhr, in diesem Fall Licht. Wenn das Sonnenlicht auf die Solarzelle trifft, werden Elektronen angeregt und bauen ein elektrisches Feld und damit Spannung auf – Strom entsteht.

Eignet sich mein Haus für eine Solaranlage?

Folgende Checkliste solltest du durchgehen, um sicherzugehen, dass sich eine Solaranlage für dich lohnt:

  • Bist du Eigentümer*in und muss eine Baugenehmigung vorliegen?
  • Eignet sich das Dach von der Statik her?
  • Wie hoch ist die Globalstrahlung vor Ort? Wird das Dach von Bäumen oder anderen Gebäuden verschattet?
  • In welche Himmelsrichtung ist das Dach ausgerichtet und in welchem Winkel ist es geneigt? Die optimale Ausrichtung ist nach Süden, der ideale Neigungswinkel beträgt zwischen 30 und 50 Grad.
  • Ist die zur Verfügung stehende Dachfläche groß genug? Sie sollte mindestens 10 Quadratmeter betragen.
  • Wie hoch ist dein aktueller und zukünftiger Stromverbrauch?

Pflege und Wartung einer Solaranlage

Grundsätzlich sind Solaranlagen recht wartungsarm. Besonders wenn man beim Kauf auf Qualität achtet, sollte die Anlage über 20 bis 30 Jahre hinweg die entsprechende Leistung bringen und keine Probleme verursachen.

Pflege und Wartung einer Solaranlage
Pflege und Wartung sollten aus Sicherheitsgründen nur vom Fachmann übernommen werden.

Durch die Neigung und Regen kommt es nur selten zu starken Verunreinigungen. Fällt bei einer Sichtkontrolle jedoch etwas Gravierenderes ins Auge, sollte die Anlage aus Sicherheitsgründen durch einen Fachmann gereinigt werden.

Durch regelmäßige Kontrolle der Leistungswerte lässt sich feststellen, ob die Anlage korrekt arbeitet.

Mindestens alle drei Jahre sollte eine fachmännische Wartung stattfinden. Dabei sollte überprüft werden, ob die Komponenten voll funktionsfähig sind oder Beschädigungen aufweisen. 

Mythos: Wetter

Es kursieren einige Fehlinformationen über Solaranlagen im Zusammenhang mit dem Wetter. Zum Beispiel geht das Gerücht um, dass nur in warmen Regionen eine effektive Stromproduktion gewährleistet ist. Dabei bestimmt nicht die Temperatur, sondern die Anzahl der Sonnenstunden, wie viel Strom produziert wird. Tatsächlich sinkt bei zu hohen Temperaturen der Wirkungsgrad von Solaranlagen. Das heißt in den kühleren Frühlingsmonaten wird genauso viel Strom generiert wie im Hochsommer.

Keine direkte Sonne bedeutet kein Strom? Auch das stimmt nur bedingt. An bewölkten Tagen fällt trotzdem Sonnenlicht als diffuse Strahlung auf die Solar-Module und produziert Strom, wenn auch nicht die maximale Leistung erreicht werden kann.

Nachts scheint keine Sonne, das ist richtig. Entweder kann dann der Strom vom lokalen Netz bezogen oder mithilfe einer Batterie tagsüber gespeichert und nachts verwendet werden.

Die Solarenergie und die Umwelt

Erneuerbare Energien beschäftigen uns nachhaltig. Solarzellen sind für Privatpersonen eine perfekte Möglichkeit, ihren Beitrag zur Klimawende zu leisten, denn sie erzeugen 90 Prozent weniger Emissionen als Normalstrom. Sonnenenergie ist frei verfügbar, die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen wird verringert und kurze Transportwege minimieren den Energieverlust. Außerdem haben sie eine hohe Lebenserwartung von über 20 Jahren und 95% der Zellen werden recycelt. Nach etwa drei Jahren hat sich eine Solaranlage energetisch amortisiert, also genauso viel Energie erzeugt, wie sie in der Produktion gekostet hat.

Was kostet eine Solaranlage?

Die durchschnittlichen Listenpreise (ohne Nachlässe und Installation) für eine Photovoltaik-Anlage liegen je nach Dachgröße zwischen 5.000 und 13.000 Euro. Dabei gilt: je größer, desto niedriger wird der Preis pro Quadratmeter.

Kosten einer Solaranlage
Die Kosten einer Solaranlage amortisieren sich schnell.

Bei einer Solarthermie-Anlage macht es einen erheblichen Unterschied, ob die Wärme nur für das Wasser oder auch für die Heizung generiert werden soll. Für eine reine Warmwasser-Solaranlage kannst du mit durchschnittlich 2.500 bis 6.000 Euro rechnen. Bei einer kombinierten Heizungsunterstützung solltest du 4.500 bis 11.000 Euro einplanen. 

Welche Fördermittel gibt es?

Folgende Möglichkeiten stehen dir zur Verfügung, um die Anschaffungskosten einer Solaranlage abzufedern:

  • Die einfachste Methode, um die Solaranlage auf lange Sicht zu finanzieren, ist die Einspeisevergütung. Das heißt, für jede Kilowattstunde erzeugten Solarstrom, der in das Stromnetz eingespeist wird, erhältst du über 20 Jahre hinweg einen festen Vergütungszinssatz. Auch hier gibt es Beschränkungen, zum Beispiel wenn die Spitzenleistung der Anlage 500 kWp (Kilowatt peak) überschreitet.  Aber auch im Eigenverbrauch ist der Solarstrom deutlich günstiger als der allgemeine Haushaltsstrompreis – um ca. 15 Cent pro Kilowattstunde (kWh).
  • Diverse Banken und Bausparkassen bieten zinsgünstige Kredite für die Solarförderung an.
  • Das BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkrontrolle) bietet unter bestimmten Voraussetzungen Zuschüsse in Form von Einmalzahlungen.
  • Auch die KfW betreibt Solarförderung, welche mit den Zuschüssen des BAFA kombinierbar ist.

Lohnt sich die Investition in eine Solaranlage?

Ökologisch gesehen lohnen sich Solaranlagen immer. Doch rechnet sich die Anschaffung auch aus wirtschaftlicher Sicht?

Die Einspeisevergütung sinkt stetig. Trotzdem lohnt sich eine Solaranlage auch 2019 noch. Denn zum einen sind die Preise für eine Solaranlage in den letzten Jahren deutlich gesunken. Zum anderen rechnet sich der Eigenverbrauch, da der selbst erzeugte Solarstrom ungefähr halb so teuer ist wie der normale Versorgerstrom.

Bei einem Vier-Personen-Haushalt mit einem jährlichen Verbrauch von 4.500 kWh kann eine Anlage mit einer Leistung von 4 kWp im ersten Jahr über 38% des Strombedarfs abdecken. Das ist eine Ersparnis von zirka 500 Euro. Auf mindestens 20 Jahre Laufzeit einer solchen Anlage gerechnet, kann der Haushalt somit über 10.000 Euro sparen.

Die Anschaffung einer Photovoltaik-Anlage amortisiert sich nach derzeitigem Stand nach etwa 9 Jahren. Vor allem bei ständig steigenden Strompreisen lohnt sich die Anschaffung.

Bei der Solarthermie sieht es hingegen etwas anders aus. Die Anlage liefert vor allem Energie zur Wärmeunterstützung in den sonnigen Monaten, in denen nicht so viel Wärme benötigt wird wie in den dunkleren Wintermonaten. Je nachdem, wie genau die Anlage an die Orts- und Wärmebedingungen des Haushalts angepasst ist, kannst du mit einer Amortisationszeit zwischen 15 und 20 Jahren rechnen. Aber auch hier wird die Anlage dank der stetig steigenden Energiepreise immer lohnenswerter.

Unterschiedliche Voraussetzungen machen das eigene Dach mehr oder weniger geeignet für die Montage einer Solaranlage. Vor der Anschaffung sollte unbedingt die Expertenmeinung eines Fachbetriebs eingeholt werden. Über entscheider.com erhätst du Angebote von Betrieben aus deiner Region.

Es ist wichtig, sich nach und nach von fossilen Brennstoffen zu distanzieren und erneuerbare Energien zu fördern. Wer also nicht nach dem Motto „Nach mir die Sintflut“ lebt, hat hier die Möglichkeit, einen Beitrag zur Energiewende zu leisten.


Autorin: Sarah Weinberg

Sarah Weinberg ist Journalismus-Studentin und unterstützt mit ihrem großen Interesse an Handwerk, Einrichten und Wohnen entscheider.com in den Bereichen Content Marketing und Social Media. Vor einigen Jahren gründete sie den Musikblog „Old Vinyl“; in ihrer Freizeit ist sie als selbstständige Fotografin meistens bei Konzerten.


Bildquellen:

© Gerd Altmann, pixabay.com

© Maria Godfrieda, pixabay.com

© skeezy, pixabay.com

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