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Dachbegrünung: Tipps für den eigenen Dachgarten

Unsere Städte werden immer voller und stickiger – vor allem die Luft leidet unter den Abgasen und dem Feinstaub. Und auch die Hitze macht uns im Sommer in den städtischen Gebieten zu schaffen. Um dem Dreck in der Luft entgegenzuwirken, gibt es effiziente und schöne Alternativen – wie zum Beispiel eine Dachbegrünung.

Im Folgenden erklären wir dir, was eine Dachbegrünung ist, welche Vorteile sie hat und welche Pflanzen sich für ein solches Projekt eignen.

1. Was ist Dachbegrünung?
1.1 Die Vorteile einer Dachbegrünung
1.2 Die Nachteile einer Dachbegrünung
2. Welche Dächer eignen sich für eine Dachbegrünung?
3. Der richtige Aufbau einer Dachbegrünung
4. Intensivbegrünung
4.1 Die passenden Pflanzen für eine Intensivbegrünung
4.2 Was kostet einen Intensivbegrünung?
5. Extensivbegrünung
5.1 Die passenden Pflanzen für eine Extensivbegrünung
5.2 Was kostet einen Extensivbegrünung?

Was ist Dachbegrünung?

Wie der Name schon sagt, wird die Dachbegrünung auf dem Dach eines Hauses angelegt. Auch die Fassade kann bepflanzt werden und zeigt dann Wirkung. Aus diesem Projekt entstehen meist sogenannte Dachgärten, die Teil des ökologischen Bauens sind. Es gibt verschiedene Arten eines Gründachs; die zwei verbreitetsten Arten sind extensive und intensive Bepflanzung.

Die Vorteile einer Dachbegrünung

Die positiven Aspekte eines Gründachs scheinen endlos. Die Dächer speichern durch die Bebauung Wärme und Wasser. Bei sehr hohen Temperaturen heizen sie sich kaum auf und halten das Haus somit kühler als sonst – oftmals kann man dann sogar auf eine Klimaanlage verzichten.

Zusätzlich wird durch die Schichten der Bepflanzung die Dachabdichtung geschützt und die Lebenserwartung somit verlängert. Auch die Energiebilanz des Hauses kann durch eine Dachbegrünung nachhaltig verbessert werden. Ein sehr wichtiger Aspekt ist das Filtern von Feinstaub. Staubpartikel und Schadstoffe werden von den Pflanzen aus der Luft gefiltert und das Klima somit verbessert.

Auch für Tiere ist ein grünes Dach eine nützliche Sache. Mit der Bepflanzung des Daches bietest du Vögeln, Schmetterlingen und anderen Insekten einen zusätzlichen Lebensraum.

Weitere positive Auswirkungen einer Dachbegrünung sind:

  • Schonung der Dachabdichtung
  • Schalldämmung
  • Reduzierung von Wärmeabstrahlung im Winter

Die Nachteile einer Dachbegrünung

Im Gegensatz zu den Vorteilen halten sich die Nachteile einer Dachbegrünung in Grenzen. Der wohl wichtigste Punkt ist der Kostenaufwand. Ein Gründach beansprucht viel Zeit für die Planung, die Organisation und die Bepflanzung. Dementsprechend sind auch die Kosten relativ hoch. Blickt man jedoch auf die Vorteile einer solchen Bepflanzung, ist der Preis durchaus gerechtfertigt.

Neben den Kosten dreht sich bei einer Dachbegrünung alles um die Pflege. Denn wer eine möglichst effiziente Dachbegrünung anlegen möchte, muss sich auch regelmäßig und intensiv um die Pflanzen kümmern. Du solltest dich also vergewissern, dass ausreichend Zeit für die Dachbegrünung bleibt. Bei sehr intensiv begrünten Dächern ist die Pflege oftmals aufwendiger und mit der eines Gartens zu vergleichen, zum Beispiel sollten an besonders heißen Tagen die Pflanzen im Einzelnen gegossen beziehungsweise bewässert werden.

Welche Dächer eignen sich für eine Dachbegrünung?

Bevor du dich für eine Dachbegrünung entscheidest, solltest du dich vergewissern, welches Dach dir zur Verfügung steht. Flachdächer eignen sich sowohl für intensive als auch für extensive Dachbegrünungen. Dazu zählen aber nicht nur Flachdächer von Wohn- und Bürogebäuden, sondern auch (Tief-)Garagendächer.

Für ein Schrägdach eignet sich besonders extensive Dachbegrünung

Für ein Schrägdach eignet sich besonders die extensive Dachbegrünung.

Möchtest du ein Schrägdach bepflanzen, raten wir dir zu einer extensiven Bepflanzung, da Schrägdächer der Belastung von Intensivbegrünungen oft nicht standhalten können. Außerdem musst du überprüfen, wie stark die Neigung des Daches ist. So kannst du ermitteln, ob du eine Schubsicherung für die Bepflanzung brauchst oder ob keine nötig ist.

Der richtige Aufbau einer Dachbegrünung

Ein begrüntes Dach erfordert einen gewissen Aufbau. Der Grundaufbau des Daches ist dabei unabhängig von der Art der Begrünung.

Um zu vermeiden, dass Wurzeln durch die Dachabdichtung dringen, kann eine Wurzelschutzfolie über die normale Dacheindeckung gelegt werden. Es folgen Speicherschutzmatte, Drainageelemente und Filtervlies. Nachdem das Dach nun ausreichend abgedeckt und abgedichtet ist, kann das Substrat verteilt werden. Danach erfolgt die Bepflanzung des Daches durch das Saatgut.

Schema einer Dachbegrünung

Schema einer Dachbegrünung.

Extensivbegrünungen haben ein geringeres Gewicht als Intensivbegrünungen; zudem haben sie eine relativ dünne Funktionsschicht. Die Vegetationsschicht sollte zwischen 3 und 15 cm dick sein. Ohne Wärmedämmung kann die Schicht bis zu 20 cm stark sein.

Die Stärke der Vegetationsschicht von Intensivbegrünungen liegt zwischen 5 und 25 cm, ohne Wärmedämmung auch bis zu 30 cm.

Das Substrat für die Bepflanzung ist bei verschiedenen Händlern erhältlich.

Intensivbegrünung

Bei der Intensivbegrünung handelt es sich um eine Gartenlandschaft auf dem Dach. Hierbei werden nicht nur Blumen oder Kräuter gepflanzt, sondern wahlweise auch Sträucher, Stauden, eine Rasenfläche oder sogar Bäume.

Diese Art der Begrünung wird häufig auch anderweitig genutzt. Terrassenflächen und Sitzgelegenheiten sind sehr beliebt; auch Teiche oder Spielbereiche für Kinder können hier entstehen.

Wichtig: Eine Intensivbegrünung braucht sehr viel Pflege. Dazu zählen das regelmäßige Bewässern und die Versorgung mit Nährstoffen. Bei ausreichender Pflege sind die Bedingungen für den Garten auf dem Dach ähnlich gut wie auf natürlichem Boden. Auch die Statik des Hauses musst du beachten , da diese Art von Begrünung ein höheres Gewicht als andere hat.

Dachbegrünung auf einem Flachdach

Dachbegrünung auf dem Flachdach einer Tiefgarage.

Die passenden Pflanzen für eine Intensivbegrünung

Für die intensive Dachbegrünung eignen sich prinzipiell alle Pflanzen, die auch im Garten gepflanzt werden können. Häufig sind:

  • Sträucher
  • Stauden
  • Gräser
  • Gehölz

Was kostet eine Intensivbegrünung?

Bei einer Intensivbegrünung musst du mit höheren Kosten als bei einer Extensivbegrünung rechnen. Viele Kommunen unterstützen das Anlegen einer Dachbegrünung mit 10–20 Euro pro Quadratmeter. Alternativ übernehmen manche Kommunen auch einen prozentualen Anteil der Kosten.

Im Schnitt solltest du mit 50–100 Euro pro Quadratmeter rechnen.

Extensivbegrünung

Extensive Begrünungen können als ökologische Alternative zu herkömmlichem Oberflächenschutz wie zum Beispiel Kies fungieren. Die geringe Aufbauhöhe erleichtert die Bepflanzung und Pflege der Pflanzen; es reichen also in der Regel zwei Wartungen pro Jahr.

Extetensivbegrünungen sind an extreme Wetterbedingungen wie Schnee, Frost, Regen oder Hitze angepasst und werden selten aktiv genutzt. Sie dienen überwiegend dem ökologischen Ausgleich überbauter Natur. Ziel ist es, dass sich die Pflanzen weitgehend selbst erhalten und weiterentwickeln.

Die passenden Pflanzen für eine Extensivbegrünung

Für die extensive Dachbegrünung eignen sich folgende Pflanzen besonders gut:

  • Moos
  • Sedum
  • Kräuterpflanzen
  • Schnittlauch
  • Glockenblume
  • Katzenminze
  • Klatsch-Mohn
  • Margerite
  • Habichtskraut
  • Lavendel
  • Heide-Nelke

Was kostet eine Extensivbegrünung?

Auch bei der Extensivbegrünung besteht die Möglichkeit von kommunalen Förderprogrammen. Bei dieser Art von Dachbegrünung kannst du mit 25–50 Euro pro Quadratmeter rechnen.

Kombination mit einer Solaranlage

Eine Kombination aus einem Gründach mit einer Solaranlage unterstützt den Gedanken des umweltbewussten Wohnens und ist sogar vorteilhaft: Durch die kühlenden Pflanzen erreichen die Anlagen einen höheren Wirkungsgrad. Die Last der Solaranlage wird außerdem durch die Drainageschicht und das Substrat gleichmäßig auf der Dachabdeckung verteilt, sodass punktuelle Überbeanspruchungen vermieden werden.

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Der Dachgarten ist bereits entworfen?

 


Autorin: Sarah Weinberg

Sarah Weinberg ist Journalismus-Studentin und unterstützt mit ihrem großen Interesse an Handwerk, Einrichten und Wohnen entscheider.com in den Bereichen Content Marketing und Social Media. Vor einigen Jahren gründete sie den Musikblog „Old Vinyl“; in ihrer Freizeit ist sie als selbstständige Fotografin meistens bei Konzerten.


Weitere Bildquellen:

© Dmitri Popov, unsplash.com

© punit-sharma, pixabay.com

© Frode Inge Helland, wikipedia.org (bearbeitet)

© chuttersnap, pixabay.com

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