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Heizkosten sparen – wie hoch ist dein Einsparpotenzial?

Hast du auch möglichst lange gewartet, bis du in dieser Heizperiode die Heizung eingeschaltet hast? Generell stimmt es selbstverständlich, dass du Heizkosten niedrig hältst, indem du gar nicht erst heizt – aber das gilt nur, solange die Wohnung nicht zu sehr auskühlt! Es gibt aber noch viele andere Stellen, an denen du richtig Heizkosten sparen kannst, ohne dass dir dabei kalt wird. Wo liegt bei dir noch Einsparpotenzial? Erfahre es hier!

Mit diesen 9 Tipps sparst du Heizkosten

Grafik: Tipps zum Heizkosten sparen

1. Für jeden Raum die richtige Temperatur!

Die unterschiedlichen Räume in deiner Wohnung werden unterschiedlich genutzt. Wenn du Heizkosten sparen willst, solltest du die jeweilige Raumtemperatur dementsprechend anpassen. Im Wohnzimmer liegt die ideale Temperatur zwischen 19 und 21 Grad Celsius (Stufe 3 auf dem Thermostat). Ein bisschen mehr darf’s im Kinderzimmer und Bad sein: Die Einstellung zwischen den Stufen drei und vier bringt angenehme 22 bis 23 Grad für die morgendliche Zeit vor dem Spiegel. Im Schlafzimmer hingegen reichen 16 bis 18 Grad vollkommen aus, da du ohnehin unter einer warmen Decke schläfst. Dafür reicht Stufe 2 auf dem Thermostat. In ungenutzten Räumen ist Stufe eins völlig ausreichend. Beachte aber, dass es sich bei diesen Angaben lediglich um Anhaltspunkte handelt – die jeweilige Justierung des Thermostats kann in Einzelfällen auch abweichen.

Einsparpotenzial: hoch

Infografik: Optimale Zimmertemperaturen

2. Nicht zu heiß und nicht zu kalt – Die goldene Mitte

Heizkosten zu sparen soll nicht bedeuten, dass du frieren musst. Achte darauf, dass die Raumtemperatur zu keiner Zeit unter 15 Grad fällt. Dieser Grundsatz gilt auch, wenn du in den Urlaub fährst! Lass dabei die Heizung mit niedrigen Einstellungen am Thermostat laufen. Ansonsten kühlen die Wände zu stark ab und benötigen einen längeren Zeitraum, um sich wieder aufzuwärmen. Außerdem besteht insbesondere bei kalten Wänden erhöhte Schimmelgefahr, da Wasser an kalten Oberflächen kondensiert.

Zu viel heizen ist selbstverständlich auch nicht hilfreich, wenn du Heizkosten sparen willst. Bei zu starker Beheizung sinkt die Luftfeuchtigkeit, dadurch erhöht sich das Risiko von Erkältungen und Atemwegserkrankungen.

Einsparpotenzial: mittel

3. Richtig lüften

Lüften lässt sich aufgrund der entstehenden Feuchtigkeit in keinem Haushalt vermeiden. Durch eine ständige Kippstellung der Fenster etwa wirfst du aber eine große Menge Heizenergie im wahrsten Sinne des Wortes aus dem Fenster. Dabei ist richtiges Lüften eine einfache und effektive Maßnahme, durch die du Heizkosten sparst.

Grundsätzlich solltest du im Winter das Kippen der Fenster vermeiden. Um frische Luft in deine Räumlichkeiten zu bringen, öffne zwei- bis dreimal am Tag die Fenster zehn bis 15 Minuten komplett. Versuche außerdem, durch das Öffnen gegenüberliegender Fenster einen Durchzug zu erzeugen. So gehst du sicher, dass innerhalb kürzester Zeit die entstandene Feuchtigkeit abzieht, ohne dass es sich auf deine Heizkostenbilanz auswirkt. Denn im Vergleich zum Kippen der Fenster kühlen die Wände wesentlich weniger aus, demzufolge benötigst du weniger Heizenergie, um den Raum wieder auf eine angenehme Temperatur zu bringen. Selbstverständlich solltest du während des Stoßlüftens die Thermostate herunterdrehen.

Auch in der Nacht gilt: nicht das Fenster öffnen! Schließe Roll- und Fensterläden und kippe die Fenster nicht. So geht am wenigsten Wärme verloren und es lassen sich ordentlich Heizkosten sparen. Am nächsten Morgen das Stoßlüften nicht vergessen!

Einsparpotenzial: hoch

4. Türen schließen

Ebenfalls eine einfache, aber auch effektive Maßnahme, ist das Schließen von Türen zu Räumen, die kaum beheizt werden. Damit vermeidest du einen Wärmeausgleich zwischen dem kalten und dem beheizten Raum. Die Wärme bleibt da, wo sie sein soll. Für den Durchzug beim Stoßlüften öffnest du die Türen selbstverständlich kurzzeitig.

Einsparpotenzial: mittel

5. Schlafend Heizkosten sparen

In der Nacht benötigen deine Zimmer nicht dieselbe Temperatur wie am Tag. Du kannst bereits bis zu zehn Prozent Heizkosten sparen, wenn du die Vorlauftemperatur deiner Heizung nachts von 20 auf 17 Grad reduzierst. Du wirst kaum etwas davon bemerken, aber dein Geldbeutel dankt es dir.

Einsparpotenzial: hoch

6. Die Heizkörper nicht zustellen

Wenn Heizkörper ihre Wärme nicht abgeben können, schlägt sich das schnell in der Abrechnung nieder. Um Heizkosten zu sparen, versperre die Heizkörper nicht mit schweren Möbeln oder dicken Vorhängen – denn die verhindern, dass die erzeugte Wärme in den eigentlichen Raum vordringt.

Einsparpotenzial: mittel

Unverstellter Heizkörper im Wohnzimmer

Heizkörper solltest du nicht mit Möbeln oder anderen Gegenständen versperren.

7. Dichte Fenster und Türen verhindern Wärmeverlust

Kalte Luft dringt durch undichte Türen und Fenster in beheizte Räume ein. Das ist kontraproduktiv, wenn du Heizkosten sparen willst. Überprüfe daher regelmäßig, ob Zugluft durch den Rahmen deiner Fenster eintritt. Die beste Verglasung nützt nichts, wenn der Rahmen undicht ist. Spezielle Isolierbänder sind leicht anzubringen und verhindern, dass weiterhin kalte Luft hereinkommt. Oder wie wäre es gleich mit bestens isolierten neuen Fenstern? Mit komplett abgedichteten Fenstern sparst du bis zu 30 Prozent Heizkosten.

In geringerem Maße gilt das auch für Türen. Auch wenn diese geschlossen sind, können darunter noch kalte Luftströme von kaum beheizten Zimmern in deine warmen Räumlichkeiten vordringen. Um das zu verhindern, eignen sich aufklebbare Schaumstoffstreifen, Bürstendichtungen für das Türblatt oder Zugluftstopper, die vor die entsprechende Tür gelegt werden.

Einsparpotenzial: hoch

8. Wärme durch Teppiche

Im modernen Zuhause bestehen die Böden oftmals aus Holz, Stein oder Fliesen. Die Oberflächen dieser Materialien fühlen sich oft kalt an und verleiten dazu, die Heizung weiter aufzudrehen. Um das zu verhindern, helfen Läufer und Teppiche. Diese verändern dein Kälteempfinden und du empfindest die Raumtemperatur als höher.

Einsparpotenzial: mittel

9. Heizkörper regelmäßig entlüften

Das regelmäßige Entlüften von Heizkörpern ermöglicht Einsparungen von bis zu 15 Prozent. Diese Maßnahme solltest du üblicherweise einmal jährlich durchführen, nämlich vor Beginn der Heizperiode. Eine Entlüftung ist spätestens nötig, wenn die Heizkörper überschüssige Luft beinhalten und dadurch nicht mehr richtig heizen oder anfangen zu gluckern.

Einsparpotenzial: hoch

Heizkosten sparen mit moderner Heiztechnik

Wie viele unserer Spartipps setzt du bereits um? Wenn du alles beachtest, sind Einsparungen bis zu 40 Prozent deiner Heizkosten möglich. Aber nicht nur dein richtiges Heizverhalten ist ausschlaggebend, auch die moderne Heiztechnik trägt zum Sparen bei.

Programmierbare Thermostate

Der Begriff „Smart Home“ ist momentan in aller Munde, wenn von einem modernen Haus die Rede ist. Um Heizkosten zu sparen, reicht es schon aus, wenn du dir eine Heizungssteuerung über programmierbare Thermostate zulegst.
Damit lässt sich deine Heizung auf die Minute genau einstellen. So kannst du die Raumtemperatur auf deine Bedürfnisse zuschneiden und den Verbrauch optimieren. Ist beispielsweise nach acht Uhr morgens niemand mehr zuhause, drosselt das Thermostat automatisch die Temperatur auf 15 bis 17 Grad. Wenn du abends nach Hause kommst, befindet sich die Raumtemperatur pünktlich wieder auf angenehmen 21 Grad. Dadurch vermeidest du unnötiges Heizen bei maximalem Komfort.

Heizanlage kombinieren mit einem Solarthermie-System

Die Kombination der hauseigenen Heizanlage mit einem Solarthermie-System ist insbesondere langfristig eine lohnende Investition. Bereits mit einigen Quadratmetern Fläche rechnen sich Solarthermie-Anlagen schnell und helfen dir unter anderem, Heizkosten zu sparen. Das folgende Diagramm vergleicht die verbrauchsgebundenen Kosten verschiedener Heizanlagen im durchschnittlichen Altbau mit und ohne Solarthermie-Anlagen als Unterstützung (Quelle: Studie „Umweltwirkung von Heizungssystemen in Deutschland“ vom Umweltbundesamt). In besser gedämmten Neubauten oder sanierten Gebäuden wirkt sich der Unterschied noch stärker aus.

Grafik: Wie viel Heizkosten sich mit Solarthermie einsparen lassen

Grafik: Wie viel Heizkosten sich mit Solarthermie einsparen lassen.

Neue Heizungspumpe anschaffen

Moderne Heizungspumpen gleichen im Gegensatz zu älteren Modellen ihre Leistung dem tatsächlichen Bedarf an. Rund 100 Kilowattstunden (kWh) und damit je Heizsystem zwischen 100 und 200 Euro kannst du mit einer neuen Heizungspumpe jährlich an Heizkosten sparen. Damit rechnet sich der Einbau schon nach drei bis fünf Jahren.

Regelmäßige Überprüfung: Langfristige Sicherheit mit dem Wartungsvertrag

Die regelmäßige Wartung deiner Heizungsanlage garantiert dir langfristig Sicherheit und verhindert unschöne Überraschungen. Außerdem sparst du bis zu fünf Prozent Heizkosten, denn der Fachmann stellt den Brenner genau ein und führt einen hydraulischen Abgleich durch, der für eine gleichmäßige Wärmeverteilung auf alle Heizkörper sorgt.

Wartungsverträge garantieren eine regelmäßige Überprüfung deiner Heizung und kalkulierbare jährliche Ausgaben, unabhängig vom tatsächlichen individuellen Aufwand für die Wartung der Anlage. Außerdem musst du nicht daran denken, dich um die Heizungsüberprüfung zu kümmern. Ansonsten gerät diese oft in Vergessenheit und es fallen möglicherweise akut hohe Reparaturkosten an – und das meist auch noch an Tagen, wenn du gerade auf eine funktionierende Heizung angewiesen bist.

Unsere Tabelle zu Heizkosten gibt dir einen Anhaltspunkt, welcher Betrag jährlich in die Überprüfung deiner Heizung fließen sollte. Hol dir verschiedene Angebote ein und fordere immer eine exakte Beschreibung der angebotenen Leistungen, welche Fristen für die Reparatur angeboten werden (z.B. nur an Werktagen oder auch außerhalb?) und ob die Kosten gedeckelt sind oder noch steigen können.


Autorin: Sarah Weinberg

Sarah Weinberg ist Journalismus-Studentin und unterstützt mit ihrem großen Interesse an Handwerk, Einrichten und Wohnen entscheider.com in den Bereichen Content Marketing und Social Media. Vor einigen Jahren gründete sie den Musikblog „Old Vinyl“; in ihrer Freizeit ist sie als selbstständige Fotografin meistens bei Konzerten.


Bildquellen:

© Jon Tyson, unsplash.com
© Eigene Darstellung, Bildmaterial von MaxAlex, fotolia.com
© deborah cortelazzi, unsplash.com
© Eigene Darstellung, Daten aus der Studie Umweltwirkung von Heizungssystemen in Deutschland (02/11)

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